DALI Steuerung und 1-10V Steuerung - wo liegt der Unterschied?

Die moderne DALI Steuerung ermöglicht im Gegensatz zur 1-10V Steuerung eine Kommunikation zwischen Steuergerät und Vorschaltgerät in beiderlei Richtungen. Beim DALI-Protokoll kann entweder jeder Teilnehmer einzeln angesprochen werden oder definierte Gruppen angesteuert werden. Es lassen sich somit auch unterschiedliche Szenen definieren. Die Teilnehmer speichert die entsprechenden Daten jeweils selbst und kann auch seinen aktuellen Status zurückmelden, wenn z.B. eine Störung vorliegt. Die Dimmkurve ist hier optisch linear. Bei der 1-10V Steuerung ist eine Verdrahtung nach Gruppen notwendig, bei DALI nicht. Die maximale Adressierung für Einzelansteuerungen beträgt hier 64 Teilnehmer, bzw. in max. 16 Gruppen. Es können aber auch alle zusammen gesteuert werden. Die Leuchten, jeweiligen Teilnehmer, können Ihren letzten Dimmwert beim nächsten Start automatisch wiedergeben und auch über Lampen- und Betriebsfehler berichten. 

Wie funktioniert DALI?

Wie oben bereits beschrieben, lassen sich mit dem DALI Protokoll bis zu 64 Einzelkomponenten oder zusammengefasst in bis zu 16 Gruppen. Über eine zweiadrige Steuerleitung, lassen sich diese Teilnehmer ansteuern, schalten und dimmen, wobei ein Relais nicht notwendig ist. Speziell konzipiert für die Steuerung von Beleuchtung und Beleuchtungsszenarien, ist hier keine aufwendige Verkabelung nötig. Das DALI System ist zudem äußerst unempfindlich gegenüber Störungen.

DALI Vorteile im Überblick

  • Simple Planungsmöglichkeit: Da die Zuordnung der Beleuchtungsgruppen erst über das Steuergerät erfolgt, ist eine Planung der Gruppen im Vorfeld noch nicht notwendig. Die Planung von Spannungsversorgung und Steuerleitung kann getrennt voneinander erfolgen. Eine spätere Änderung der Leuchtengruppen stellt kein Problem dar, da DALI absolut ungebunden von der Verdrahtung funktioniert. Sie ordnen einfach die Gruppen über Ihre Steuergerät neu zu. 
  • Schalten und Dimmen: Beim Ein- und Ausschalten der Komponenten ist kein Relais erforderlich, da dies und das Dimmen, ausschließlich über die Steuerleitung erfolgt. 
  • Einfache Installation: Die kleine Kommunikationsgeschwindigkeit von DALI ermöglicht eine besonders simple Installation mittels eines fünfadrigen Kabels. Die Steuerleitung muss ausschließlich netzspannungsfest ein, da diese verpolungssicher ist. 
  • Synchronität: Sie können getrost unterschiedliche Leuchtmittel von verschiedenen Herstellern miteinander gruppieren. Ein Szenewechsel mit DALI erfolgt immer synchron, d.h. auch wenn von verschiedenen Leuchtmittel und unterschiedlichen Dimmwerten aus gestartet wird, schaltet das DALI Protokoll immer gleich. Alle Leuchtmittel erreichen somit zum selben Zeitpunkt den gleichen Lichtwert. 
  • Statusabfrage: Vom DALI Betriebsgerät aus kann der Lampenstatus an das Steuergerät gemeldet werden, wie beispielsweise ein Ausfall oder eine andere Störung. Gerade bei größeren Projekten oder Objekten ist dies besonders von Vorteil. 
  • Integration in bestehende Systeme: DALI kann sehr einfach via Gateways in ein bestehendes Bussystem eingebunden werden. DALI-Installationen können durch ihre Vielseitigkeit und Flexibilität kurzerhand mit wenig Aufwand in Gebäudeautomatisationen integriert werden. Dies gilt sowohl für bereits verbaute Systeme, als auch für die Planung in Neubauten.

Aufbau einer DALI-Steuerung

Im Mittelpunkt steht ein Steuergerät, welches die Kommunikation im Netzwerk ermöglicht. Da ein jeder Verbraucher über eine eigene Adresse verfügt, kann dieser jeweils individuell angesprochen werden. Der Verbraucher kann aber auch seinen Status in die Richtung des Steuergeräts zurückmelden. Durch die Bildung von Gruppen, können mehrere Teilnehmer des DALI Netzwerks gemeinsam angesteuert werden. Hiermit lassen sich verschiedene Lichtszenarien speichern und wiedergeben. Das Ein- und Ausschalten erfolgt digital im Driver. 

Eine Installation von DALI Komponenten erfolgt mit dem üblichen Installationsmaterial für die 230V Netzspannung, z.B: NYM_J 5x.... Verkabelung. Eine so einfache Installation ist lediglich möglich durch die unempfindliche Kommunikation. Sollte es trotz der hohen Störungsfreiheit doch zu einem Fehler kommen, kann dieser erkannt und herausgefiltert werden. Abhängig vom Querschnitt des verwendeten Kabel, ist die maximale Leitungslänge zwischen Driver und dem Steuergerät. Bei NYM 2x1,5mm² kann eine Leitungslänge von 300m verwendet werden. 

Die Verdrahtung kann beispielsweise sternförmig, aber auch in einer Mischvernetzung erfolgen. Ein geschlossener Ring ist nicht erlaubt. 

Speicherung in den Drivern (bzw. EVGs)

Die Einzeladressen zur direkten Ansteuerung einzelner Verbraucher, sowie gegebenenfalls deren Gruppenzugehörigkeit, werden hier gespeichert. Desweiteren werden Lichtwerte für die verschiedenen Szenen hinterlegt (max. 16 Szenen möglich). Auch die Dimmzeit, also wie schnell ein bestimmter Lichtwert erreicht werden soll, und das Verhalten bei Spannungsausfall an der Schnittstelle (Notstromeigenschaften) werden hier gespeichert. 



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